Vater Isai hat acht Söhne. Große, hochgewachsene und ansehnliche junge Männer. Einer soll König werden.
Wer könnte es sein?
Samuel hat die Qual der Wahl. Der Größte? Wär doch gut! Der träte doch direkt in die Fußstapfen seines Vorgängers König Saul! Der überragt auch alle um Haupteslänge. Aber Gott hat einen anderen Plan. Nicht der größte, sondern der nach Gottes Herzen soll König werden. Denn Gott sieht das Herz an.
David, der Hirte, der jüngste Sohn Isais, wird auserkoren.
Und dann kommt der Krieg. Davids drei ältere Brüder gehen an die Front. Vater Isai selbst ist zu alt. Er muss sie ziehen lassen. Aber er sorgt sich um seine drei Jungs.
Und nun beginnt im Alten Testament eine Geschichte, die so wunderbar ist, weil sie eine vollständige Entsprechung in den Evangelien hat: Der Vater Isai sendet seinen Sohn David aus der Stadt Betlehem, ausgerüstet mit Brot, um nach seinen Brüdern zu sehen, ob es ihnen gut geht. Diese Brüder wissen das leider gar nicht zu schätzen. Im Gegenteil, sie bezichtigen den Bruder des Bösen und wollen ihn loswerden. David jedoch kämpft bei dieser Gelegenheit mit dem Inbegriff des Bösen, mit dem Riesen Goliath, und besiegt ihn. Sein Lohn ist die Tochter des Königs als Braut.
Welche Übereinstimmung zum Auftrag des Herrn Jesus: Gott sendet seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde. Von Betlehem, der Brotstadt ausgehend, bringt Jesus sich selbst als Brot des Lebens. Doch seine Brüder, die Führenden seines Volkes, lehnen ihn ab. Er aber ist gekommen, um gegen den Bösen persönlich zu kämpfen. Durch seinen Tod und seine Auferstehung trägt er den Sieg davon und gewinnt seine Braut, nämlich all jene, die von seinem Brot essen und an ihn glauben.
Was für Väter, was für Söhne!