Er hat nichts vorzuweisen: angeklagt wegen Geldverschwendung, das Amtsenthebungsverfahren vor Augen, richtiges Arbeiten nie gelernt und zu stolz zum Betteln! Aber er ist klug. Und genau das lobt Jesus an ihm. Genau deshalb erfindet Jesus diesen Menschen, denn real existiert hat dieser Verwalter eines reichen Herrn nie. Er ist der fiktive Protagonist eines Gleichnisses, das Jesus seinen Jüngern erzählt. Erzählt, damit eben diese Schläue Schule mache bei seinen Nachfolgern, damit sie genau so klug handeln. Der besagte Verwalter überlegt sich, was er tut, damit er nicht auf der Straße steht, wenn sein Geld aufgebraucht sein wird: Er kauft sich Freunde. Ja, richtig gelesen. Er macht sich Freunde mit dem ungerechten Mammon. Er setzt sein Geld für die Schuldner seines Herrn ein und verringert deren Schulden. Wieviel bist du meinem Herrn schuldig, fragt er reihum. Bis zur Halbierung springt er für die Kreditnehmer ein. Na, die werden sich gefreut haben und, und das ist die Rechnung des Mannes, ihm freundlich gesonnen sein und ihn in ihren Häusern willkommen heißen, wenn er es nötig haben wird. Kalkül – Berechnung, aber wirksam. Er setzt sein begrenztes Geld ein, so lange er es hat, und schafft etwas Bleibendes für Zeiten, wenn er nichts mehr hat.
Klug, sagt Jesus und zeigt seinen Nachfolgern, wie sie es machen sollen: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon! Setzt euer Geld hier ein, so lange ihr es habt. Hängt nicht euer Herz daran, liebt es nicht wie einen Gott. Gebt es stattdessen Gott! Sammelt euch Schätze im Himmel! Schafft etwas Unvergängliches mit eurem vergänglichen Geld. Damit, wenn die Zeit gekommen ist, Gott euch in seine ewigen Wohnungen aufnehmen werde. Er wird euch euer wahrhaftiges, großartiges Erbe geben, wenn ihr getreu dem Motto „Gott lässt sich nichts schenken“ mit eurem Geld umgeht. Das ist sehr berechenbar!
