Raus sein

blue wooden door

1.Thess.1–10

Da bin ich raus, damit habe ich nichts mehr zu tun. Kei­ne Sche­re­rei­en, kei­ne Angst, kein Stress – frei und ledig sein von etwas, das vor einem lag, von dem man weiß, dass es rich­tig schlecht gewe­sen wäre, hät­te man es durch­le­ben müs­sen. Es fin­det statt, aber eben ohne mich. Als Außen­ste­hen­der neh­me ich höchs­tens noch eine Notiz davon, aber es tan­giert mich nicht. Manch­mal ergreift mich so ein Gefühl von Erleich­te­rung und Befrei­ung ange­sichts irgend­ei­ner unlieb­sa­men Situa­ti­on, der ich ent­gan­gen bin. Ein­fach raus sein! Gut!

Als Christ soll­te ich eigent­lich jeden Tag vor Freu­de jubeln und das laut­hals kund­tun, denn ich bin raus! Ich bin raus aus der Fins­ter­nis, raus aus Nacht und Dun­kel­heit, raus aus dem Ver­der­ben. Es schweb­te über mir, es lag belas­tend auf mei­ner See­le, aber ich bin raus! Es fin­det ohne mich statt. Und es kann auch ohne dich stattfinden!

Wenn der Tag des Herrn kommt, so schreibt Pau­lus an die Chris­ten in Thes­sa­lo­ni­ki, dann wird es fürch­ter­lich sein. Dann wer­den Men­schen den Zorn Got­tes zu spü­ren krie­gen und nicht ent­flie­hen kön­nen. Wie ein Dieb in der Nacht völ­lig uner­war­tet und unge­be­ten erscheint, so wer­den Men­schen die Wie­der­kunft von Jesus erle­ben, die ihn ablehn­ten. Nicht aber ihr, die ihr Jesus kennt und ihn als euren Herrn ange­nom­men habt, für die er mit sei­nem Blut bezahlt hat. Ihr seid raus! Raus aus Dun­kel­heit und Ver­der­ben, raus aus Fins­ter­nis und Nacht. Euch betrifft das Gericht Got­tes nicht, denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, son­dern zum Erlan­gen des Heils. Wer zu Jesus gehört, der ist in Sicher­heit, der wird bei Jesus sicher ver­wahrt. Ent­we­der ist er durch das Tor des eige­nen Todes schon vor­her im Him­mel oder er wird recht­zei­tig dort­hin ent­rückt. In jedem Fall aber ist er raus. Raus aus dem Gericht Got­tes. Fein raus! Bestimmt! Du auch?