Jesus spricht Klartext: Geht zu allen Völkern und lehret sie alles zu halten, was ich euch befohlen habe! Die Gute Nachricht muss unters Volk, und zwar nicht nur unter das jüdische, sondern zu allen Völkern. Jeder muss wissen, dass er von seinem Weg in den sicheren Tod umkehren darf und ewiges Leben geschenkt bekommen kann. Jeder! Aber wie? Die kleine Schar der Jesus-Jünger verschanzt sich in Jerusalem im wahrsten Sinn des Wortes „sprachlos“ hinter geschlossenen Türen. Die Stadt ist bis zum Bersten voll. Es ist Wochenfest der Juden, ein absolutes Must-Go. Aber wie hätten die einfachen Galiläer dieses bunte Gemisch aus Menschen unterschiedlicher Nationen ansprechen sollen? Schon die Ländernamen verursachen Knoten in der Zunge: Phrygien und Pamphylien, Libyen und Kyrene. Wie lehrt man fremde Menschen, wenn man der Fremdsprache nicht mächtig ist? Zum körperlichen Überleben hätte die Verständigung mit Händen und Füßen vielleicht gereicht, aber um von Sünde, Vergebung und ewigem Leben zu sprechen, braucht es Vokabular. Jesus hatte das „zu allen Völkern“ sicher nicht so wörtlich gemeint.
Hatte er! Und er lässt die Jünger eindrucksvoll erleben, dass eine neue Zeit angebrochen ist. In Feuerflammen kommt der heilige Geist auf jeden einzelnen von ihnen und lässt den Traum eines jeden Fremdsprachenlehrers wahr werden: Plötzliche und perfekte Verständigung über alle Sprachbarrieren hinweg. Großes Entsetzen und Verwunderung unter den Fremden: Ein jeder hört die Jünger in seiner Muttersprache von Gottes großen Taten sprechen! So geht’s!
Sehr zum Leidwesen aller Sprachen-Lerner war das ein punktuelles Zeichen für die Jünger damals. Jesus stellte klar: Meine Gemeinde ist eine Einheit aller Menschen, die sich geistlich verstehen. Was ihr nicht könnt, kann der heilige Geist! Er schafft Verständigung über alle Barrieren hinweg. Kein Grund also, sich zu verschanzen. Die gute Nachricht muss unter die Völker!
Und sie ging um die Welt, erreichte auch uns in Deutschland.
Doch trotz Google Translate scheinen wir Christen uns 2000 Jahre später wieder (?) sprachlos hinter geschlossenen Türen zu verschanzen. Uns fehlen selbst in unserer Muttersprache die Worte, um zu bezeugen, dass Jesus unser Retter und Herr ist.
Bitten wir Jesus, dass er uns begeistert, damit wir verständlich und mutig Klartext reden.
