Der Herr segne dich und behüte dich! Der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!
Toll!! Das Allerbeste, Schutz, Gnade, Frieden und sein erfreutes und zugewandtes Angesicht verspricht Gott allen, die so gesegnet werden. Am Ende eines Gottesdienstes bekommen wir diesen Segen Aarons zugesprochen und er soll uns täglich begleiten. Mache ich mir ehrlicherweise gar nicht immer so klar. Gott ist der, der es unendlich gut mit mir meint, der mich schützt und mich Sünder gnädig anschaut, der am Jesus-Kreuz Frieden mit mir gemacht hat und der strahlt, wenn er mich sieht. Sich das zu vergegenwärtigen, tut gut und sollte eine tägliche Übung sein.
Es geht aber noch weiter! Dieser aaronitische Segen gilt als priesterlicher Segen und da Jesus meint, seine Nachfolger seien nicht nur Könige, sondern auch Priester, bin ich dran! Ich bin gesegnet und soll segnen. Was würde sich verändern, wenn ich über Menschen, die mir begegnen, zunächst den Segen Aarons ausspreche? Über dem mürrischen Morgenmuffel genauso wie über dem nervigen Neunmalklugen. Kann ja auch in Gedanken sein: „Gott segne dich und behüte dich, er strahle, wenn er dich sieht und sei dir gnädig. Er gebe dir Frieden!“ Die folgende Begegnung wird, so wahr der Herr lebt, eine gesegnete Wendung nehmen…
Möge Jesus mich mit dieser priesterlichen Geistesgegenwart segnen, dass mir dieser Segen spontan in den Sinn oder über die Lippen kommt bevor ich – vielleicht unbewusst – ein unheilvolles Urteil über mein Gegenüber fälle.
Übrigens, Segen ist wie ein Bumerang! Wenn mein Gegenüber ihn nicht akzeptiert, kommt er zu mir zurück (Lk 10, 5+6)!
