Aarons Segen

4. Mose 6, 22ff.

Der Herr seg­ne dich und behü­te dich! Der Herr las­se sein Ange­sicht über dir leuch­ten und sei dir gnä­dig! Der Herr erhe­be sein Ange­sicht auf dich und gebe dir Frieden!

Toll!! Das Aller­bes­te, Schutz, Gna­de, Frie­den und sein erfreu­tes und zuge­wand­tes Ange­sicht ver­spricht Gott allen, die so geseg­net wer­den. Am Ende eines Got­tes­diens­tes bekom­men wir die­sen Segen Aarons zuge­spro­chen und er soll uns täg­lich beglei­ten. Mache ich mir ehr­li­cher­wei­se gar nicht immer so klar. Gott ist der, der es unend­lich gut mit mir meint, der mich schützt und mich Sün­der gnä­dig anschaut, der am Jesus-Kreuz Frie­den mit mir gemacht hat und der strahlt, wenn er mich sieht. Sich das zu ver­ge­gen­wär­ti­gen, tut gut und soll­te eine täg­li­che Übung sein. 

Es geht aber noch wei­ter! Die­ser aaro­ni­ti­sche Segen gilt als pries­ter­li­cher Segen und da Jesus meint, sei­ne Nach­fol­ger sei­en nicht nur Köni­ge, son­dern auch Pries­ter, bin ich dran! Ich bin geseg­net und soll seg­nen. Was wür­de sich ver­än­dern, wenn ich über Men­schen, die mir begeg­nen, zunächst den Segen Aarons aus­spre­che? Über dem mür­ri­schen Mor­gen­muf­fel genau­so wie über dem ner­vi­gen Neun­mal­klu­gen. Kann ja auch in Gedan­ken sein: „Gott seg­ne dich und behü­te dich, er strah­le, wenn er dich sieht und sei dir gnä­dig. Er gebe dir Frie­den!“ Die fol­gen­de Begeg­nung wird, so wahr der Herr lebt, eine geseg­ne­te Wen­dung nehmen…

Möge Jesus mich mit die­ser pries­ter­li­chen Geis­tes­ge­gen­wart seg­nen, dass mir die­ser Segen spon­tan in den Sinn oder über die Lip­pen kommt bevor ich – viel­leicht unbe­wusst – ein unheil­vol­les Urteil über mein Gegen­über fäl­le.
Übri­gens, Segen ist wie ein Bume­rang! Wenn mein Gegen­über ihn nicht akzep­tiert, kommt er zu mir zurück (Lk 10, 5+6)!