Du und ich, das Paar gehört zusammen seit Schöpfungstagen. Gott schafft den Menschen als sein Gegenüber, als Ebenbild. Er verbündet sich mit ihm und verpflichtet sich zur ewigen Bündnistreue. Sein Name bürgt dafür: der ewige „Ich bin“. Dass der Mensch und insbesondere das Gottesvolk als Bündnispartner versagt, erlebt der Prophet Jeremia in voller Härte. Sein Prophetenamt muss er ausführen, als Israel sich auf der Höhe seiner Abkehr von seinem Gott befindet. Untergang und Vertreibung prophezeit Jeremia. Der alte Bund, den der „Ich bin“ geschlossen hat, wurde viele Male gebrochen. Das „Du sollst“ des alten Bundes hat einfach nicht geklappt: Du sollst keine anderen Götter haben! Unzähligen anderen Götzen huldigten die Zeitgenossen Jeremias. Du sollst nicht ehebrechen, stehlen, falsches Zeugnis geben – Fehlanzeige! Auf das Du ist kein Verlass!
Doch Jeremia hat gute Nachrichten: Er darf verkünden, dass Tage kommen werden, in denen der Herr einen neuen Bund mit Israel und Juda schließen wird. In diesem Bund heißt es dann nicht mehr „Du sollst“, sondern „Ich werde“. Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und ich werde es auf ihr Herz schreiben. Ich werde ihr Gott sein. Ich werde ihre Schuld vergeben und an ihre Schuld nicht mehr gedenken. Ich werde! Für das irdische Gottesvolk, Israel und Juda, ist diese Verheißung noch Zukunft, nicht nur grammatikalisch. Aber wie göttlich ist der Plan, all jenen, die nicht durch Abstammung zum Volk Gottes gehören, schon heute die Möglichkeit zu geben, Teil des neuen Bundes zu werden! Wie? Mit Jesus, der von sich sagt „Ich bin“. Ich bin der Gute Hirte, das Brot des Lebens, der Weg und die Tür, das Licht, der Weinstock, die Auferstehung und das Leben. Die Zukunft ist für all die, die das glauben, zur Gegenwart geworden. Das vergossene Jesus-Blut des neuen Bundes macht es möglich: Jesus und du – das ist der neue Bund, das untrennbare Paar, die herzliche Verbundenheit durch den Geist, der in dir wohnt.
