Manchmal hole ich mir Hilfe, wenn ich etwas sehr Schweres zu tragen haben. Da meine Partner allesamt größer sind als ich und meistens auch stärker, erlebe ich oft, dass ich, obwohl ich – Ehrenwort! – mit anfasse, doch eigentlich gar kein Gewicht trage. Ich laufe meistens nur so nebenher.
Das meint Jesus, wenn er sagt „Nehmt auf euch mein Joch, denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ Ein Joch ist ein Querbalken, der den Zugtieren über den Nacken gelegt wurde, um sie immer paarweise vor einen Pflug oder Wagen zu spannen. Das Joch impliziert das Paar. Wer EIN Joch Ochsen kaufte, der bekam ZWEI Tiere. Wenn Jesus seine Zuhörer also einlädt, sein Joch auf sich zu nehmen, dann heißt das nichts anderes, als dass man sich mit Jesus gemeinsam vor den Karren spannen lässt. Dann wird man diese wunderbare Erfahrung machen, dass ER die ganze Last trägt und man selbst nur so daneben läuft. Und um in diesem Bild zu bleiben, darf man wissen, dass Jesus den Karren aus dem Dreck zieht. Er stellt sicher, dass ich am Ende des Lebensweges auch das richtige Ziel erreiche. Aber Jesus unterjocht niemanden. Für wen oder was du dich einspannen lässt, entscheidest du.
