Der Tempel Gottes

Picturesque landscape of olive trees under a clear blue sky in rural Spain.

2.Chr 5

Salo­mo baut Gott ein Haus und erlebt den spek­ta­ku­lä­ren Ein­zug Got­tes in sein Hei­lig­tum: Eine Wol­ke der Herr­lich­keit erfüllt den Tem­pel und zeigt an, dass der Hei­li­ge anwe­send ist. Sicht­bar und doch nicht greif­bar. Der Gott, den das Uni­ver­sum nicht zu fas­sen ver­mag, kommt und wohnt mit­ten unter sei­nen Men­schen. König Salo­mo lobt und preist Gott mit dem gan­zen Volk. Eine hoch­hei­li­ge Veranstaltung.

Gott ver­spricht Salo­mo, anwe­send zu blei­ben und ver­pflich­tet das Volk, das Bünd­nis mit ihm, dem Ewi­gen, nicht zu bre­chen und sich nicht ande­ren Göt­zen zuzu­wen­den. Salo­mo selbst bricht den Bund und ver­ehrt frem­de Göt­ter. Die­ser Trend setzt sich fort. Jah­re spä­ter schaut der Pro­phet Hese­kiel, wie die Herr­lich­keit Got­tes Schritt für Schritt den Rück­zug antritt und den Tem­pel und die Stadt Jeru­sa­lem in Rich­tung des öst­li­chen Ber­ges ver­lässt (Hes 10f.). Götz­den­dienst hat sich im Tem­pel und in den Her­zen der Men­schen breit­ge­macht. Die Baby­lo­ni­er zer­stö­ren den Tem­pel und füh­ren die Juden ins Exil. Knapp 500 Jah­re vor Jesu Geburt ist es mög­lich, dass ein 2. Tem­pel gebaut wird. Jesus bezeich­net ihn als das Haus sei­nes Vaters, in dem er sein müs­se. Erneut ist die Herr­lich­keit Got­tes in Jesus in den Tem­pel ein­ge­zo­gen. Die­ses Mal nicht nur sicht­bar, son­dern auch greif­bar. Doch die Tem­pel­die­ner ergrei­fen Jesus, und aus­ge­rech­net im Tem­pel ver­ur­teilt man ihn zum Tod und führt ihn aus dem Tem­pel und der Stadt Jeru­sa­lem her­aus zur Kreuzigung.

Doch Jesus bleibt nicht tot, er wird wie­der leben­dig und ver­lässt Jeru­sa­lem vom öst­lich der Stadt gele­ge­nen Ölberg bei sei­ner Him­mel­fahrt. In einer Wol­ke ent­schwin­det er den Bli­cken sei­ner Jün­ger, nicht jedoch, ohne ihnen sei­nen Geist anzu­kün­di­gen, der von nun an in der Gemein­de als Tem­pel Got­tes und in jedem Gläu­bi­gen woh­nen wer­de. Die Herr­lich­keit Got­tes ist in uns, wir sind sein Tem­pel! Johan­nes schreibt: Wer von sich sagt, dass er mit Gott ver­bun­den ist, soll auch so leben, wie Jesus gelebt hat (1.Joh 2).